Kinder und Mithilfe im Haushalt

Wer mit Kindern lebt, kommt auf die eine oder andere Weise mit Thema »Aufgaben im Haushalt« in Berührung. Einige Eltern treiben ihre Kinder an, andere machen alles selbst. Dazwischen liegen weitere Möglichkeiten.

Joyce Fetteroll

Haushaltspflichten rufen vielleicht schlechte Erinnerungen hervor, wie die strengen Eltern staubsaugten, während Sie das Badezimmer schrubbten. Vielleicht gab es wenig Anerkennung für das, was Sie beitrugen, aber viel Kritik, weil Sie die exakten Erwartungen Ihrer Eltern nicht trafen. Oder der Haushalt macht Ihnen im jetzigen Leben zu schaffen. Kinder daran zu erinnern erfordert mehr Zeit als die Aufgaben selbst zu erledigen. Kinder machen gerade so viel wie nötig, wie sie es sich erlauben können. Und natürlich nie ohne lautes Stöhnen und Augenrollen. Oft macht es den Eltern weniger Stress, wenn sie die Aufgaben selbst erledigen.

Studien behaupten, es sei wertvoll, wenn Kinder Haushaltsaufgaben erledigen. Kinder, die sich beteiligen, zeigen mehr Empathie. Sie bekommen das Gefühl, etwas meistern zu können, Verantwortung zu tragen und an Selbstständigkeit zu gewinnen. Das macht Sinn. Es ist gut vorstellbar, dass Werte aus dem Beitragen und der Hilfe für andere erwachsen können.

Doch radikal unbeschulte Kinder [Anm.: d. Übers.: sowohl was Beschulung als auch was Erziehung angeht freie Kinder] erhalten solche Werte ohne dem obligatorischen Beitrag zum Haushalt. Was machen also Radical Unschoolers , das so anders ist als das, was konventionelle Eltern tun, deren Kinder einfach keine Hausarbeiten erledigen?

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