Wenn du keine Enkel hast, dann leih dir welche!

Kontakt zur älteren Generation ist wichtig für die Entwicklung eines Kindes, das scheint Konsens zu sein. Wenn die leiblichen Großeltern früh sterben, weit weg wohnen, oder der Kontakt zwischen den Großeltern und der jungen Familie aus welchen Gründen auch immer abgebrochen ist, können so genannte Wahlverwandtschaften die Lücke schließen.

In Leipzig gibt es seit 2010 das Projekt »Kinderpatenschaften«, welches vom Internationalen Bund initiiert wurde. Es richtet sich an sogenannte bildungsferne, sozial benachteiligte Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren. Laut Susann Haucke, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert, ist das Hauptziel das Projekts, den Kindern Zugang zu kulturellen, sozialen und finanziellen Ressourcen unabhängig ihrer Herkunftsfamilien zu ermöglichen bzw. zu verbessern. »Die Maßnahme beeinflusste die Teilhabe- und Bildungschancen, somit Entwicklungschancen von Kindern positiv. Gerade mangelnde Anregungen in der Familie, fehlende Förderung, auch durch außerfamiliäre Unterstützung sowie geringe Entwicklung von Zukunftsperspektiven und mangelndes Verständnis um die Bedeutung von Bildung führen dazu, dass Kinder und Jugendliche vorhandene Bildungschancen gar nicht nutzen können, selbst wenn sie dazu die Voraussetzungen mitbringen. Sie machen auch weniger Erfahrungen, die ihre Entwicklung positiv beeinflussen können.«

Prof. Dr. Karl Foitzik, derzeit im Ruhestand, ehemals an der Evangelischen Hochschule im Fachbereich Theologie sowie in der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung in Nürnberg tätig, ist bewusst, dass die Enkelgeneration mit der Unterstützung von Großeltern bessere Chancen haben. Auf der anderen Seite stünden ältere Menschen, die entweder erzählen, wie schön es sei, Enkel zu haben, oder aber wie traurig sie seien, keine zu haben. »Und ich weiß von Erzieherinnen in Kindergärten, dass Kinder, die keine Großeltern haben, sehr neidisch sind, wenn die anderen von Unternehmungen mit den Großeltern erzählen«, sagt Foitzik. »Die dritte Gruppe, die begeistert ist, sind die Eltern. Sie schätzen den zusätzlichen sozialen Kontakt für ihre Kinder«.

Das Ziel: Wahlverwandschaften

All diese Bedürfnisse und Wünsche brachte Foitzik unter einen Hut, als er vor 4,5 Jahren in Nürnberg ein Projekt zur Vermittlung von »Wunschgroßeltern« im Rahmen des Vereins »Großeltern Stiften Zukunft« startete. Insgesamt zählt Foitzik inzwischen ca. 150 Großeltern in der Kartei. Davon sind etwa 60-70 vermittelt – diese haben eine junge Familie gefunden.

In Leipzig zählt Susann Haucke 38 Familien, wovon 8 Kinder auf der Warteliste sind. Dieses Projekt richtet sich nicht nur an Senioren, die Wunschenkel suchen, sondern vielmehr an Paten aller Altersgruppen. »Wir arbeiten immer mit einer Warteliste, da es oft an passenden Paten mangelt. Es gibt jedoch auch den Fall, dass Paten einige Wochen auf eine Vermittlung warten, wenn es aktuell kein passendes Patenkind gibt. Grundsätzlich gibt es häufig längere Wartezeiten für Jungs, die auf Unterstützung durch einen jüngeren, männlichen Paten warten. Der Anteil an Senioren bewegte sich in den letzten Jahren ca. bei einem Drittel der teilnehmenden Paten, derzeit sind es neun aktive Senioren im Projekt. Der Großteil unserer Paten sind Frauen, aber auch Männer im Alter von 35 bis 50 Jahren. Die ›Großeltern‹ sind zwischen 50 und 78 Jahre alt. Auch einige jüngere Paten zwischen 20 und 30 Jahren, z. B. Studenten, nehmen als ehrenamtliche Paten teil«, berichtet Haucke über die Kinderpatenschaften in Leipzig.

Die Kinder profitieren von Leih-Großeltern, wenn diese es schaffen, nichts von den Enkeln zu fordern, sondern nur einfach für sie da sind.

Während sich das Leipziger Projekt speziell an benachteiligte Kinder richtet, etwa auch an Familien, die dauerhaft in (Multi-)Problemlagen leben (z. B. Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, Mehrkindfamilien, Migranten, Kinder mit besonderem Lernförderbedarf oder gesundheitliche Probleme in der Familie), und diese Familien entsprechend vom pädagogischen Personal in der Kita oder in der Schule, von Sozialpädagogen oder persönlichen Empfehlungen vermittelt werden, hat Prof. Dr. Foitzik mit seinem Projekt ganz andere Zielgruppen: Die erste der drei Interessentengruppen seien sehr gut situierte, gebildete Familien, die sehr reflektiert sagen: Unser Kind braucht Kontakte zur älteren Generation. »Da geht es um einen zusätzlichen sozialen Einblick, dass die Kinder mitkriegen, wie Menschen allmählich alt werden etc.«, so Foitzik. Die nächste Gruppe seien Alleinerziehende. Diese Eltern erleben, dass die Kinder zu sehr auf sie fixiert sind und suchen dafür Ausgleich. Die dritte Gruppe habe Migrationshintergrund. »Diese wird immer größer. Das sind Familien, deren leibliche Großeltern z. B. aus Syrien kommen, und denen die Begegnung mit Großeltern einfach fehlt.«

Die Vermittlung

Die Akquise von Kinderpaten und Wahlverwandten erfolgt in der Regel über das Internet – Website, soziale Medien –, aber auch durch Aushänge und Flyer, Presseveröffentlichungen sowie Info-Veranstaltungen. Dabei hat sich Prof. Dr. Foitzik ein besonderes Instrument ausgedacht: Die Kontakttreffen. Hierzu werden interessierte Familien mit Kindern sowie potenzielle »Wunschgroßeltern« eingeladen, um sich gegenseitig zu beschnuppern – ähnlich einer Single-Börse: »Am Anfang haben wir immer alle interessierten Großeltern und Eltern zu Kontakttreffen eingeladen. Große Zahlen haben sich jedoch nicht als sinnvoll erwiesen. Jetzt machen wir drei- bis viermal im Jahr und dazwischen monatliche, gezielte Kontakttreffen: Da nehme ich den Stadtplan von Nürnberg her und suche Großeltern und örtlich passend zwei bis drei Familien raus.« In diesen Treffen stellen sich alle kurz vor, danach sind Einzelgespräche möglich, wonach sie Telefonnummern austauschen können. »Manche Familien werden nicht ausgesucht und sind dann enttäuscht, wie bei einer Brautschau«, erzählt Foitzik über diese Treffen, »bei anderen wiederum funkt es sofort – dann mailen sie untereinander und bleiben auch zusammen. Andere brauchen länger, bis sie sich annähern. Ich rate immer: Seid ehrlich mit euren Erwartungen!«

In Leipzig erfolgt die Vermittlung durch die Projektmitarbeiter. »So wird in den Vorgesprächen, als Grundlage für die Vermittlung, mit den Familien und den interessierten Paten ausführlich über persönliche Interessen, Vorstellungen und Erwartungen gesprochen sowie die Bedürfnisse des Patenkindes und dessen Familie ermittelt. Auch räumliche Distanzen innerhalb der Stadt Leipzig fließen als Auswahlkriterium mit ein. Die Vermittlung erfolgt zunächst anonymisiert bis zum ersten gemeinsamen Kennenlerntreffen mit Familie, Kind und Pate/Patin, welches durch die Projektmitarbeiterin organisiert wird«, erklärt Susann Haucke über das Vorgehen beim Kinderpatenprojekt vom Internationalen Bund.

Öffentlichkeitsarbeit

Es gibt viele solcher Projekte in Deutschland, die Wahlverwandschaften bzw. Patenschaften vermitteln möchten. Nicht alle sind dabei so erfolgreich wie das Nürnberger und das Leipziger Projekt: Die Vermittlung ist an gewisse Kosten und mit Zeitaufwand verbunden, oft erfolgt das in ehrenamtlicher Arbeit. Die Öffentlichkeitsarbeit ist dabei ein wichtiger Faktor, weswegen es im Projekt »Kinderpatenschaften« in Leipzig dafür auch eine eigens dafür angestellte Öffentlichkeitsmitarbeiterin gibt. Andere Projekte können sich nicht so glücklich schätzen, wie etwa die »Oma-Opa-Börse« in Filderstadt.

Dort wird das Projekt, das derzeit noch in ehrenamtlicher Alleinregie von Waltraud Fritz betreut wird, vermutlich im Laufe des Jahres 2016 eingestellt, außer es findet sich bald Rettung. Waltraud Fritz, die sich selbst zweimal pro Woche um Migrantenkinder in der Grundschule zur Hausaufgabenbetreuung und Sprachförderung kümmert, hat keine eigenen Paten, will das Projekt dennoch nicht an den Nagel hängen: »Ich bin zäh und gebe eine Idee, die ich für gut befinde, nicht gerne auf.«

»Es gab Anfang April 2011 einen Presseartikel im Amtsblatt Filderstadt, auf der Titelseite. Das Amtsblatt wird in Filderstadt kostenlos an alle Haushalte verteilt. Im Mai fand dann das erste Kennenlern-Café in den Räumlichkeiten des Frauentreffpunkts statt. Die haben einen großen Garten, Sandkasten, Klettergeräte, Schaukel, Bobby-Cars etc. Das Café wurde im Amtsblatt und den Regionalzeitungen, also den Stuttgarter Nachrichten, in der Stuttgarter Zeitung, der Esslinger Zeitung, in örtlichen Anzeigenblättern, angekündigt. Der Flyer liegt auch in allen Rathäusern Filderstadts aus. Seither erscheint jede Woche im Amtsblatt ein kurzer ›Artikel‹ – wer sind wir, was wollen wir, aktuelle Gesuche.« Verglichen mit diesen offenen Aufrufen zu Kennenlern-Cafés scheint also Foitziks Ansatz der persönlichen Einladungen an Interessierte in seiner Kartei besser zu wirken – dies ist aber mit entsprechend höherem Zeitaufwand verbunden, womit sich die Katze in den Schwanz beißt: Sollte Fritz noch mehr Zeit investieren?

Ein wichtiger und auch zeitaufwendiger Punkt, den Nachahmer-Projekte also nicht vergessen dürfen, ist Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit, sowohl zur Gewinnung von bedürftigen Familien (über Kontakte zu verschiedenen Einrichtungen) bzw. von Wunschenkeln, als auch von Spenden, wovon ein Großteil der Ausgaben gedeckt werden muss. Um wirklich Aufmerksamkeit zu erregen, müssen es echte Artikel in lokalen Zeitungen sein, nicht etwa nur Anzeigen. Foitzik hat gute Kontakte zur örtlichen Presse. »Bei der letzten Geschichte haben sich knapp 20 neue Großeltern gemeldet und das Bayerische Fernsehen – am 4. Advent. Wir kommen nicht so oft in die Zeitung, wie wir möchten, aber wir haben einen ganz guten Draht. Wir machen zwei große Aktionen im Frühjahr und im Herbst, auch mit Flyer, sowie Informationsveranstaltungen über das Projekt.«

Gut vermittelt?

In Filderstadt haben sich bislang 49 Familien und 35 potentielle Großeltern in der Oma-Opa-Börse registrieren lassen. »Erfolgreich vermittelt wurden 18 Paarungen«, berichtet Fritz. »Sie haben sich entweder bei unseren Kennenlern-Cafés kennengelernt, die jährlich immer im Mai oder September stattfinden, oder wir haben ein Treffen im Büro oder auch zu Hause bei der Familie vereinbart. Manche der registrierten Familien sind inzwischen weggezogen, oder der Bedarf hat sich inzwischen erledigt.« Insgesamt also ein erfolgreiches Projekt, für eine Person alleine jedoch kaum zu bewältigen.

Dennoch gibt sie die gute Sache nicht auf: »Erst Anfang Februar konnte ich den Kontakt zwischen einer ›Oma‹ und einer Familie mit zwei Kindern herstellen. Sie wohnen in der gleichen Straße, ca. 200 Meter voneinander entfernt. Bisherige Rückmeldung: ›Es läuft gut an‹. Letzte Woche hat sich auch ein ›Opa‹ angemeldet. Inwieweit er vermittelbar ist? Er ist Rentner, seine Frau noch berufstätig, sprich: Er hat Langeweile. Selbst hat er keine Kinder. Er unternimmt gerne Ausflüge mit dem Auto in den Schwarzwald oder an den Bodensee. Das ist aber eigentlich nicht gesucht. Manche der registrierten Großeltern sind nach näherem Kennenlernen aus unserer bzw. meiner Sicht nicht vermittelbar.«

Engagement für Engagement

In Filderstadt ist von den sechs ehemaligen Ehrenamtlerinnen nur Waltraud Fritz übrig geblieben, die Gründe für das Verlassen des Projekts reichten von Erkrankungen über Verpflichtungen mit der eigenen Familie, die Befriedigung des eigenen Patenwunsches bis zu unterschiedlichen Vorstellungen untereinander im Team. Neue meldeten sich aufgrund der Artikel im Amtsblatt keine, so Fritz. So bleibt derzeit noch alles an ihr hängen, und das Projekt steht in der Schwebe.

Wenn die Treffen gut laufen, entsteht ein Verhältnis wie zu den leiblichen Großeltern.

Susann Haucke in Leipzig weiß aus Erfahrung: »Um Paten für ein solches Projekt zu gewinnen bedarf es viel Öffentlichkeitsarbeit. Das Interesse ist groß, aber die Bekanntheit derartiger Projekte muss weiter gefördert werden. Ein wichtiger Faktor ist sicher, eine dauerhafte Finanzierung eines solchen Projektes zu gewährleisten. Patenschaften müssen nicht nur vermittelt, sondern auch dauerhaft betreut werden.« Das macht Sinn im Falle der Kinderpatenschaften für sozial und wirtschaftlich benachteiligte Kinder, da die Beziehung einseitiger ist und vom Paten mehr Investition erfordert, als er an kurzfristiger Bestätigung zurück erwarten kann. »Es zeigt sich außerdem, dass es oft auch schwierig ist, Familien für ein solches Projekt zu gewinnen und auch überhaupt erst einmal zu erreichen. Der Bedarf ist riesig, doch oft fällt es anfangs nicht leicht, sich in einer solchen betreuungsähnlichen Situation auf eine zunächst ›fremde‹ Person außerhalb der Familie einzulassen. Besonders bildungsfernen Familien fällt es zudem oft schwer, Unterstützungsangebote zu finden und auch in Anspruch zu nehmen.«

Im Falle der Wunschgroßeltern fällt der Punkt der dauerhaften Betreuung im Nachhinein nicht ins Gewicht. In Nürnberg gehört zwar Konfliktschlichtung auch zum Programm der Börse, vor allem geht es aber dort um die Vermittlung von Beziehungen, von denen beide Parteien gleichermaßen profitieren.

Zeit für Enkelkinder

Bei den Kinderpatenschaften für benachteiligte Kinder sollte die Mindestlaufzeit einer Patenschaft ein Jahr sein. »Meist werden sie weit darüber hinaus weitergeführt,« erklärt Haucke. »In der Regel treffen sich Pate und Patenkind einmal pro Woche, doch gerade bei den ›Leihgroßeltern‹ kommt es oft zu häufigeren Treffen, da diese größere zeitliche Ressourcen mitbringen.«

Einige vereinbaren von vorne herein, dass sich Wunschgroßeltern und -enkelkinder wenig, z. B. nur einmal pro Woche treffen, berichtet Prof. Dr. Foitzek aus dem Nürnberger Projekt. Wenn es schlecht laufe, sei in der Regel auch schnell Schluss. Wenn es aber gut laufe, entstehe ein Verhältnis wie zu den leiblichen Großeltern.

Wunschgroßeltern wie aus einem Märchen

So ist das beim Ehepaar Stich aus Nürnberg, vermittelt über Foitziks Projekt. Eberhard und Gertraud Stich (67 und 68) lernten die damals 8-jährige Antonia und ihre Familie auf einem Kontakttreffen kennen. »Es war wie Liebe auf den ersten Blick«, erzählt Eberhard Stich. Seit drei Jahren kennen sie sich nun und fühlen sich als richtigen Teil der Familie.

Sie waren schon ein paar Jahre in Rente gewesen, ihre eigenen, erwachsenen Kinder haben noch keine eigenen Kinder. »Wir sind richtig aufgeblüht. Antonia hat inzwischen einen Bruder, Amadeus, der 2 Jahre alt ist. Es sind wie echte Enkel für uns!«, erzählt Gertraud Stich begeistert. Sie treffen sich fest jeden Dienstag und Freitag, jedoch auch zwischendurch, zu Feiertagen und Geburtstagen. Sie gehen Eis essen, ins Museum, essen gemeinsam, spielen zusammen und lesen Bücher. Weihnachten und Ostern feiern sie zusammen. Die Familie Stich gehört fest dazu und hat auch was zu sagen: Die Eltern von Amadeus und Antonia haben dem Ehepaar Stich eine Vollmacht gegeben, mit der sie im Notfall entscheiden können, ob z. B. die Kinder ins Krankenhaus gehen oder behandelt werden sollen.

»Es war wie ein Märchen: Beim Kontakttreffen, ein großer Saal, trafen sich viele Großeltern und Familien – da kommt uns ein Ehepaar entgegen mit einem 8-jährigen Mädchen, das sagt ›da sind die Großeltern schon da!‹«, erinnert sich Eberhard Stich. Antonia ist sich der Lage bewusst, die Geschichte mit ihren Wunschgroßeltern erzählt sie frei heraus. »Damals hat sie selbst gefragt, ob sie uns Opa und Oma nennen kann, und wir sagten, sie kann das einfach selbst entscheiden.« Nach kurzem Überlegen hat sie ihre Entscheidung stolz verkündet »Oma und Opa soll es sein!« Der 2-jährige Amadeus hält das Ehepaar Stich einfach für einen Bestandteil seiner Familie.

Die leiblichen Großeltern der beiden Kinder haben ein schwerbehindertes Kind zu versorgen, sodass sie sich nicht um ihre Enkelkinder kümmern können. Die Eltern arbeiten Schicht und brauchen durchaus die Unterstützung in Sachen Kinderbetreuung. »Das ist jedoch zweitrangig«, erklärt Gertraud Stich, »den Eltern ist einfach wichtig, dass die Kinder mit Großeltern aufwachsen. Und so sind wir auch wie eine Familie – alles andere hat keinen Sinn. Entweder ganz oder gar nicht.«

Großelternschaft hält jung

In der heutigen Zeit können Enkel und Großeltern, die heute zwischen 50 und 85 Jahre alt sind, ca. 30 Jahre von ihrer Beziehung profitieren. Der Kontakt zur älteren Generation kommt dem Sprichwort über das ganze Dorf, das ein Kind braucht, ein Stück näher. Mit Patenschaften können Erwachsene das Leben eines benachteiligten Kindes bereichern und seine Chancen auf ein besseres Leben erhöhen. Ältere Menschen, können mit diesen Börsen einen unerfüllten Enkelwunsch erfüllen. Nicht zuletzt hält es nach Foitziks Meinung jung: »Das beste Mittel gegen Demenz sind Enkelkinder«, habe sein Professor immer gesagt, »wenn du keine hast, dann leih dir welche!«

Das Ehepaar Stich kann es bestätigen: »Wir sind total aufgeblüht. Man bleibt jung, und es ist einfach schön. Eine unheimliche Bereicherung, die man nur empfehlen kann!« Die Kinder selbst profitieren vor allem, so Foitzik, wenn die Großeltern es schaffen, Menschen zu sein, die nichts von ihren Enkeln fordern, sondern einfach nur für sie da sind. »Alle anderen haben ja immer eine Absicht. Großeltern sollten das nicht, sondern einfach für sie da sein.« jgm

Weitere Informationen

GROSSELTERN stiften Zukunft e. V. in Nürnberg grosseltern-stiften-zukunft.de

Oma-Opa-Börse in Filderstadt interessenboerse-filderstadt.de/oma-opa/

Kinderpatenschaften Leipzig kinderpatenschaften-leipzig.de