Wer braucht »NeedAMom«?

Der Dichter E. E. Cummings schrieb: »Es braucht Mut, erwachsen zu werden und der zu sein, der du wirklich bist.« Und manchmal bedarf es dabei Unterstützung. NeedAMom bietet jungen Erwachsenen diese Unterstützung mit einem ungewöhnlichen Konzept, das gut angenommen wird. Ein Bericht.

Nina Keneally

Ich bin in einem Alter, in dem viele meiner Altersgenossinnen langsam Großmütter werden. Ich sehe die Facebook-Einträge, bekomme die E-Mails mit den angehängten Fotos oder Einladungen zur Baby Shower.

Meine Söhne sind erwachsen, sie kommen für ihren eigenen Unterhalt auf, haben Lebensparterinnen, jedoch liegen Heiraten und Elternwerden noch weit in der Zukunft.

Ich muss zugeben, ich habe manchmal dieses starke Verlangen danach, Großmutter zu werden, aber ich fühle auch eine große Erleichterung, noch einige Jahre oder mehr zu haben, an denen ich mir keine Sorgen um Dinge machen muss wie Kinderkrankheiten, Schulgeld, der Einfluss der Medien auf junge Gehirne, Drogenmissbrauch und Gruppenzwang, Förderklassen und Bewerbungen für die Uni etc.

Ich vermisste die regelmäßige Gegenwart junger Menschen – vor allem junger Erwachsener – in meinem Leben. Vielleicht war dies eine versteckte Motivation, NeedAMom zu starten.

Die Idee

Mein Mann und ich zogen vor etwa 2 1/2 Jahren nach Bushwick, Brooklyn, nachdem wir über dreißig Jahre im vorstädtischen Connecticut gelebt hatten. Bushwicks Querschnitt weist eine Bevölkerung von Menschen auf, die zwischen 1980 und 1990 geboren wurden – hip, künstlerisch und aufstrebend. Viele von ihnen kamen vor acht oder neun Jahren an, nachdem sie aus Williamsburg oder anderen Teilen Brooklyns oder Manhattans herausgentrifiziert wurden.

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