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Das ABC erläutert zentrale Begriffe Demokratischer Schulen. Im Besonderen werden Sudbury-Schulen genannt, da diese im Gegensatz zu anderen Schulen eine konsequente konzeptionelle Stringenz aufweisen, die schriftlich fixiert und damit konkret nachvollziehbar ist.

(Teil1)

Martin Wilke

A wie Altersmischung

Im alltäglichen Leben haben Menschen ganz verschiedenen Alters und ganz verschiedener Erfahrung miteinander zu tun, sei es in der Familie, bei der Arbeit, bei Freizeitaktivitäten oder in Vereinen und Organisationen.

Herkömmliche Schulen sind hingegen einer der wenige Orte, an denen Menschen künstlich nach ihrem Alter getrennt werden.

Formen der Altersmischung

In Montessori-Schulen und einigen anderen Alternativschulen findet eine begrenzte Altersmischung statt. So bilden Schüler der 1. bis. 3. Klasse zusammen eine Gruppe und Schüler der 4. bis 6. Klasse eine weitere. Allerdings hat jeder Schüler dabei immer eine feste Position im Altersspektrum seiner Gruppe. Ein Drittklässler gehört immer zu den ältesten seiner Gruppe. Wenn er im nächsten Schuljahr in der 4. Klasse ist, ist er wieder einer der Jüngsten seiner neuen Gruppe.

Einen Schritt weiter gehen einige sehr große Demokratische Schulen in Israel, z. B. die Demokratische Schule in Kfar Saba und die Demokratische Schule in Hadera, die jeweils etwa 350 bis 400 Schüler haben. Auch dort gibt es eine Einteilung in Altersgruppen von jeweils etwa drei Jahrgängen. Jede Gruppe hat eigene Räume oder Bereiche des Schulgeländes und eigene Lehrer bzw. Betreuungspersonen, die für den jeweiligen Bereich zuständig sind. Diese Einteilung in Altersgruppen ist jedoch durchlässig. Schüler dürfen sich außerhalb des Bereichs ihrer Altersgruppe aufhalten und entscheiden auch selbst, wann sie in die nächste Altersgruppe wechseln.

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