Feministische Mutterschaft

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Mit Curricula, Sprache, Büchern, Medien und Gesetzen bestimmt die Gesellschaft ein gewisses Narrativ. Es spricht einerseits eine deutliche Sprache, wenn Frauen weniger verdienen als Männer, und schleicht sich andererseits eher subtil nahezu überall in die Köpfe der Menschen ein, wenn in sprachlichen Ausdrücken klar wird, welche Sichtweise dominiert. Ein Beispiel: Die häufige, »normale« Aussage, ein Ehemann würde im »Haushalt mithelfen« kann vielleicht als besonders progressiv betrachtet werden, es schwingt aber auch mit: Er ist großzügig, und die Frau sollte dankbar sein. Dazu trägt sie zur großen Story , dem Narrativ der heutigen Zeit bei, dass es eben nicht selbstverständlich ist, das s sich einfach beide am Haushalt beteiligen, nein, er hilft nur.

Es mag vielen Menschen kleinkariert erscheinen, solche Ausdrücke des Alltags, oder auch Zeitungsartikel, gar ganze Filme, Darstellungen in den Medien wie etwa Interviews, Gesetze, Handhabungen, Debatten, Bücher und vieles mehr so genau zu sezieren, doch diejenigen, die es wagen, leisten harte Arbeit. Es ist die mühsame Arbeit der Aufklärung einerseits und des Aufzeigens von Alternativen andererseits. Denn: Es ginge auch anders. Eine neue Gesellschaftsrealität kann erst dann erschaffen werden, wenn klar wird, welche Teile es zu verändern gilt, und vorstellbar wird, wie es anders gehen könnte.

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