Wir lernen, was wir wollen!

Das ABC erläutert zentrale Begriffe Demokratischer Schulen, die immer wieder im Zusammenhang mit Demokratischen Schulen genannt werden. (Teil 3 )

Martin Wilke

C wie Computer und Computerspiele

Computer sind aus der heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. Dennoch hadern auch einige Freie und Demokratische Schulen noch immer mit der Zulassung von Computern in der Schule.

Ob Kinder und Jugendliche Computer benutzen dürfen, in welchem zeitlichen Umfang und für welche Zwecke, ist nach wie vor Gegenstand heißer Diskussionen. In einigen Schulen ist dies vor allem zwischen Mitarbeitern und Schülern umstritten, in anderen hauptsächlich unter den Mitarbeitern. Und praktisch überall gibt es Spannungen zwischen Eltern und Kindern bzw. Eltern und der Schule wegen dieser Frage.

In einigen Demokratischen Schulen dürfen Computer nur zu bestimmten Uhrzeiten benutzt werden, oder es gibt eine maximale tägliche Nutzungsdauer für jeden Schüler.

Diese Einschränkungen vertragen sich nicht mit dem Grundsatz Demokratischer Schulen, dass die Schüler selbst entscheiden, was, wann und wie sie Lernen bzw. womit sie ihre Zeit verbringen.

Computer als Lern- und Arbeitsinstrument

Computer, Tablets und Smartphones sind heute längst Alltagsgegenstände und zentraler Bestandteil der modernen Welt. Wer einen längeren Text schreibt, macht dies in der Regel nicht handschriftlich oder auf der Schreibmaschine, sondern mit einem Textverarbeitungsprogramm. Schriftliche Kommunikation wird überwiegend per E-Mail, zwischen Freunden auch per Chat oder WhatsApp geführt. Fotos und Filme liegen als Dateien vor – nicht auf Filmrollen. Bus- und Bahnverbindungen werden online am Computer oder per App herausgesucht und nicht mehr aus gedruckten Kursbüchern. Datenbestände werden nicht mehr auf Karteikarten, sondern in Datenbanken verwaltet.

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