p class="artikel-ueberschrift"> Auf der Suche nach dem eigenen Weg – Mütter und ihre Mütter

Die Ideen, die wir von Mutterschaft haben, sind oft von der eigenen Herkunftsfamilie geprägt. Mütter überlegen sich, es »genau so« oder »ganz anders« zu machen als ihre eigene Mutter – und suchen und finden ihren Weg im besten Falle jenseits dieser beiden Pole. Wir haben Mütter gebeten, uns von ihren Idealen und ihren Wegen zu erzählen. Vier Erfahrungsberichte.

Muttersein ist heute für viele ein Projekt, für das schon lange vor der ersten Schwangerschaft geplant wird. In der Auseinandersetzung mit der eigenen Kindheit, Medienbildern und Lektüre entstehen Ideen und Ideale von der »perfekten Familie« und dem eigenen, selbstverständlich glücklichen Familienleben. Aber Kinder folgen keinem Plan und auch die eigene Umwandlung zur Mutter folgt nicht immer den vorher angedachten Pfaden. Plötzlich sind da Grenzen und Bedürfnisse, die vorher niemand erahnt hätte und der Weg zum Glück ist viel verschlungener als je gedacht. Nicht selten wird die eigene Vergangenheit nun viel spürbarer, alte Muster werden im Umgang mit dem eigenen Nachwuchs sichtbar und es muss anerkannt werden, dass auch in der besten Familie Streit und Konflikte zum Alltag gehören. Vier Mütter berichten von ihren Idealen, dem Alltag und ihrem Weg in die Mutterschaft.

Alexa (31) mit Sohn (6) und Tochter (3)

Wer kümmert sich um mich, wenn ich es nicht tue?

Meine Mutter hat ihr Geburtsland mit ihrer kleinen Tochter an der Hand verlassen, um ihrem Traum vom Glück zu folgen. Wir integrierten uns. Sie fand Arbeit, ich besuchte Kindergarten und Schule. Sie trug Sorge für meine materielle und emotionale Sicherheit. Gemeinsames Spiel gab es nicht, dafür eine Menge Selbstverantwortung. Sie ist eine aufrechte, ehrliche und starke Frau, die viel ausgehalten hat. Ich bewundere sie, trotz unserer Unterschiede. Jetzt trage ich die Erfahrungen meiner Eltern im Herzen und lebe mein eigenes Leben.

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