High-Need-Baby s gerecht werden mit Attachment Parenting

In letzter Zeit erhalten immer mehr Babys das Attribut High Need. Was verbirgt sich tatsächlich hinter dem Begriff? Warum High Need nichts mit einer Diagnose zu tun hat, und wie Attachment Parenting Eltern solcher Babys weiterhelfen kann.

Johanna Bose

Ist High Need eine »Entschuldigung« für Eltern, die überfordert sind, und eine unnötige Stigmatisierung von Kindern? Oder handelt es sich um ein nützliches Messinstrument dafür, wie anstrengend ein Baby sein kann, und dadurch um eine gedankliche Entlastung der Eltern?

Was ist ein High-Need-Baby?

Der Begriff High Need wurde vom amerikanischen Kinderarzt und Buchautor William Sears geprägt. In seiner Praxis hatte er immer wieder mit Eltern zu tun, die von ihren extrem anspruchsvollen Kindern berichteten. Anfangs glaubte er, dass der Unterschied vorrangig in der Belastbarkeit der Elternpaare zu finden sei. Erst, als das vierte seiner sechs Kinder geboren wurde und sich als viel »intensiver« als seine vorherigen Babys herausstellte, beschäftigte er sich eingehend mit der Thematik.

Die 12 Kriterien für ein High-Need-Baby

Demnach sind etwa 5 % der Babys sogenannte High-Need-Babys. Das bedeutet, sie erfüllen alle zwölf der folgenden Kriterien:

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