»Immer mehr Menschen öffnen Haus und Herz für fremde Eltern und Kinder …«

In vielen Vereinen und Organisationen gibt es soziales und bürgerschaftliches Engagement rund um die Themen Bildung und Leben mit Kindern. In dieser Reihe werden einige davon vorgestellt. Ein Interview mit Jobst Münderlein, Mitbegründer des Besuchsprogramms Mein Papa kommt .

Wie ist das Besuchsprogramm »Mein Papa kommt« entstanden und durch wen?

Anstoß zur Gründung der Initiative Mein Papa kommt war die Not des neunjährigen Sven aus München im Jahr 2008. Der Vater von Sven schlief im Auto, wenn er am Umgangswochenende seinen Sohn besuchte. Die monatlichen Kosten für ein Hotel oder eine Pension konnte er sich nicht leisten.

Die Entscheidung von Sven, sich mit seiner Bedürftigkeit und seinem Trennungsschmerz anderen anzuvertrauen, sowie die Vorstellung, dass ein Kind nach dem Papa-Tag mit dem Wissen einschläft, dass sein Vater draußen auf dem Parkplatz übernachtet, hatte Annette Habert, Initiatorin von Mein Papa kommt , tief berührt. Sie suchte für Svens Papa in ihrem privaten Netzwerk nach einer Lösung und fand hilfsbereite Menschen, die ihm kostenfrei eine Übernachtung anboten. So war die Initiative geboren. Zunächst alles vom heimischen Küchentisch aus. Als sich herausstellte, dass die familiäre Situation des kleinen Sven kein Einzelfall war und die Initiative einen größeren Umfang annahm, gründeten Annette Habert und ich 2012 das gemeinnützige Unternehmen Flechtwerk 2+1 , das seitdem Träger von Mein Papa kommt ist.

Wir vermitteln dem pendelnden Elternteil kostenfreie Übernachtungen und kindgerechte konsumfreie Spiel- und Umgangsräume am Wohnort des Kindes und unterstützen ihn mit einer ortsunabhängigen pädagogischen Elternbegleitung.

Das Programm ist also nicht ausschließlich für Väter?

Nein. Das Besuchsprogramm gilt für anreisende Väter genauso wie für Mütter, die nach einer Trennung regelmäßig von weither zu ihrem Kind anreisen. Deshalb gibt es das Angebot auch unter dem Namen Meine Mama kommt .

Was ist der Zweck des Programms und wie erreichen Sie diesen?

Jedes Jahr sind um die 129.000 minderjährige Kinder und Jugendliche von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Tausende weitere Kinder erleben die Trennung ihrer unverheirateten Eltern. Fortan leben die Kinder in zwei Elternhäusern . Wenn Vater und Mutter am gleichen Ort bzw. in der gleichen Stadt wohnen bleiben, ist vieles weiterhin möglich. Das Kind kann im Wechsel von der Kita abgeholt, zum Schwimmkurs gebracht werden und beide Eltern können am Elternabend teilnehmen.

Mein Papa kommt bietet Vätern oder Müttern Unterstützung in turbulenten Trennungszeiten.

Viele der Kinder leben nach einer Trennung aber Hunderte Kilometer von einem Elternteil entfernt. Dafür gibt es Gründe, die nicht immer vermeidbar sind. Manchmal ist es für Eltern leichter, weit entfernt voneinander zu wohnen, weil man sich so besser auf einen neuen Lebensabschnitt einstellen kann. Weil man Abstand gewinnt und seine Balance findet. Manchmal lässt sich ein Umzug aus beruflichen Gründen nicht vermeiden. Eine neue Arbeitsstelle verlangt einen Umzug in eine neue Stadt. Die Eltern müssen ja auch an die finanzielle Absicherung denken, wenn sie für sich und für das Kind sorgen wollen. Oft sucht einer der Eltern auch einfach Entlastung und zieht in die Nähe seiner Familie und Verwandtschaft.

Es gibt also viele gute Gründe, wieso das Kind häufig gerade nicht in der Nähe beider Eltern wohnt. Und doch wollen Eltern auch dann weiter Verantwortung für ihr Kind übernehmen und sicherstellen, dass auf die Trennung der Partner nicht auch noch die Trennung vom Kind folgt. Die geografische Distanz zum Kind bringt für den getrennt lebenden Elternteil finanzielle Mehrbelastungen für Übernachtungen, die Freizeitgestaltung und die Verpflegung mit sich, die auf Dauer nicht immer zu stemmen sind. Eine einfache Anreise von mehr als 300 Kilometern ist bei vielen der Eltern in unserem Netzwerk keine Seltenheit. Wir haben auch zahlreiche Väter aus dem Ausland, die zur Realisierung des Umgangs regelmäßig nach Deutschland pendeln. Morgens zum Kind und abends zurück ist angesichts dieser Entfernungen nicht machbar.

Darüber hinaus fordern Trennung und Multilokalität den Eltern auch emotional viel ab. Vielen Eltern fehlen Handlungsmuster im Umgang damit. Am Alltagsort wird der getrennt lebende Vater oder die getrennt lebende Mutter nur noch als Single wahrgenommen. Am Umgangsort fühlt er oder sie sich nur vom Kind als Vater oder Mutter wertgeschätzt, aber selten vom Umfeld. Die Überraschung, wenn das Kind die ersten Worte spricht, die Freude über die Seepferdchen-Urkunde im Schwimmkurs – all das wird nicht mehr live, sondern nur noch in monatlichen Etappen erlebt. Noch dazu findet der Elternstolz am eigenen Wohnort keine Resonanz. Getrennt lebende Eltern erfahren dann oft genug, dass sie für sich allein damit klarkommen müssen. Ohnmacht und Unvermögen machen sich breit.

Unser Angebot bietet Vätern oder Müttern Unterstützung in diesen turbulenten Zeiten. Mit dem Übernachtungsangebot bei ehrenamtlichen privaten Gastgebern von Mein Papa kommt entlasten wir die pendelnden Eltern in erster Linie finanziell. Aber dieses Angebot übertrifft die reine kostenfreie Übernachtung. Was der alleinlebende Elternteil in seinem Alltagsumfeld vermisst, wird durch die Gastgeber erfahrbar: Er wird als Vater oder Mutter geachtet und ist als vertrauenswürdiges Gegenüber willkommen. Unsere Gastgeber bieten ein offenes Haus und ein offenes Herz, wo sich der getrennt lebende Elternteil mit den Brüchen in seiner Familienbiografie zeigen kann und wertgeschätzt wird.

Mit unserem Angebot an Spiel- und Umgangsräumen, oder wie wir sie nennen Kinderzimmer auf Zeit , runden wir unser Raumangebot ab. Wir entlasten nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch und ermöglichen qualitätsvolle, dem Kindeswohl dienliche Papa- und Mama-Tage.

Wir bieten getrennt lebenden Vätern und Müttern auch eine ortsunabhängige Elternbegleitung an. Wir begleiten sie während der Trennungsverarbeitung bis hin zur Gestaltung einer glückenden Nachtrennungsfamilie. Mit Spielanregungen, Hintergrundwissen, Praxistipps zum Lesen und Hören und individueller Beratung stärken wir ihnen den Rücken.

Wie erreichen Sie dieses Ziel?

Auf ganz unterschiedliche Weise: Wir erreichen betroffene Eltern zum großen Teil durch die Empfehlung von Jugendämtern und Beratungsstellen. Die Bekanntheit unserer Initiative in diesen Anlaufstellen ist deshalb von zentraler Bedeutung für uns: Wir versenden regelmäßig Infomaterial und bieten auch Vorträge an, in denen die Teilnehmer die besonderen Herausforderungen multilokaler Familien und unser Unterstützungsangebot kennenlernen. Wichtig ist auch eine regelmäßige Berichterstattung in nationalen und lokalen Medien sowie Fachmagazinen. Seit einigen Jahren nimmt auch die Bedeutung der Kommunikation über unsere Social-Media-Kanäle zu. Aber auch über unser Netzwerk von getrennt lebenden Eltern, Gastgebern sowie deren Verwandte und Freunde. Die Multilokalität von Nachtrennungsfamilien ist keine Seltenheit. Fast jeder kennt jemanden in seinem Umfeld, der davon betroffen ist.

Was sind die Kinderzimmer auf Zeit genau?

Eltern, die zum Umgang mit ihrem Kind von weither anreisen, wollen nicht nur Event-Eltern sein. Freizeitparks, Zoos und Schwimmbäder sind toll, aber auf Dauer kostspielig. Mit einem Neugeborenen am Sonntagmorgen in einem Waschsalon zu sitzen oder sich mit einem Dreijährigen bei Regenwetter in einer S-Bahn-Station zurückziehen zu müssen, ist leider oft gelebte Praxis, für einen kindgerechten und qualitätsvollen Umgang aber nicht geeignet. Denn Kinder brauchen Erfahrungen und Erinnerungen, die mit einem vertrauten Ort verbunden sind. Kinderzimmer auf Zeit sind unsere Antwort auf diese Situation. Ein Kinderzimmer auf Zeit ist zum Beispiel ein Raum in einem örtlichen Kindergarten oder Familienzentrum, der am Wochenende ungenutzt ist und in dem unsere Väter und Mütter mit dem Kind konsumfrei und in aller Ruhe spielen, basteln und kuscheln können. An vielen Orten sind Schulhöfe inzwischen am Wochenende als Spielplätze für die Öffentlichkeit zugänglich, wieso nicht auch ungenutzte Räume in staatlich geförderten Kindergärten für den pendelnden Elternteil?

Unkompliziert und engagiert: Als Gastgeber einem Vater helfen, sein Kind zu besuchen.

Wir haben heute 44 Organisationen in unserem Netzwerk, die Kinderzimmer auf Zeit anbieten. Viele dieser Organisationen sagen, dass es für die Kinder der Einrichtung eine sehr schöne Erfahrung ist, da sie bürgerliches Engagement erleben. Gemeinsam mit ihren Erziehern erfahren die Kinder, dass sie ihre Räume am Wochenende teilen können und damit Großartiges bewirken.

Was haben Sie bis jetzt erreichen können? Gibt es Meilensteine?

Letztes Jahr haben wir unser 10-jähriges Bestehen gefeiert. Dass die Sehnsucht des neunjährigen Sven nach Verbundensein mit seinem Vater uns so inspirieren würde und dass uns diese Inspiration nun schon zehn Jahre trägt, das ist unser ganz persönlicher Meilenstein. Die zahlreichen Auszeichnungen, die unsere innovative Arbeit würdigen, gehören sicherlich auch dazu: Als unsere Arbeit noch in den Kinderschuhen steckte, prämierte Bundeskanzlerin Merkel uns 2011 als Sieger des bundesweiten Wettbewerbs startsocial . Unter dem Motto Hilfe für Helfer fördert startsocial herausragende soziale Initiativen. In 2015 wurde Annette Habert in den internationalen Kreis der Ashoka-Fellows aufgenommen. Ashoka ist das globale Netzwerk für Menschen unserer Gesellschaft, die mit unternehmerischer Haltung und innovativen Ansätzen antreten, soziale Probleme zu lösen. Im Jahr 2017 folgte die Auszeichnung als Preisträger des Wettbewerbs Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen . Besonders stolz macht uns, dass wir letztes Jahr Familienministerin Dr. Franziska Giffey als Schirmherrin für unsere Initiative gewinnen konnten.

All das ist uns eine Ehre. Unser Herz aber berührt etwas anderes: Bundesweit öffnen immer mehr bürgerschaftlich engagierte Menschen ihr Haus und Herz für ihnen bisher fremde Eltern und Kinder. Wertungsfrei, religiös unabhängig und pragmatisch schenken sie Wertschätzung für die, die nach einem konstruktiven Umgang mit der Instabilität und Endlichkeit von Beziehungen suchen. Ihr Vertrauen in die Integrität unserer Arbeit und in die Wahrhaftigkeit engagierter Elternschaft stärkt unserer Pionierarbeit den Rücken.

Können Sie uns Zahlen nennen? Wie viele Eltern nutzen Ihr Angebot, um ihre Kinder zu besuchen? Wie viele Menschen stellen Wohnraum zur Verfügung?

Aktuell haben wir knapp 1.500 getrennt lebende Eltern aus dem In- und Ausland in unserer Community, davon 88 % getrennt lebende Väter und 12 % getrennt lebende Mütter. Über 1.550 ehrenamtliche Gastgeber engagieren sich bundesweit, davon 44 Organisationen, die Kinderzimmer auf Zeit bieten.

Wie kann man sowohl als bedürftiges Elternteil als auch als »Übernachtungsanbieter« bei Ihnen Aufnahme finden?

Eltern sowie Gastgeber finden auf unserer Webseite ausführliche Informationen zum Angebot und zum Mitmachen. Die Eltern melden sich online an und wir nehmen anschließend Kontakt mit ihnen auf. Im Erstkontakt mit den Eltern erfahren wir relevante Details zur Familiensituation, z. B. Alter des Kindes und Umgangsregelung sowie eventuelle Wünsche, die wir versuchen, bei der Vermittlung von Gastgebern zu berücksichtigen. Der getrennt lebende Elternteil bezahlt monatlich zwölf Euro, sobald er unser Angebot nutzt und solange er uns braucht. Die Mitgliedschaft ist monatlich kündbar. Eltern, die sich in einer finanziellen Notlage befinden, bieten wir auch Sozialplätze an.

Wer genug Platz in den eigenen vier Wänden hat und weiß, wie wichtig es ist, in turbulenten Zeiten mit anderen gut verbunden zu sein, ist bei uns als Gastgeber herzlich willkommen. Dies kann ein Zimmer ihrer eigenen Kinder sein, die schon lange aus dem Haus sind, oder ein Gästezimmer. In der Regel kommen unsere Eltern ein- bis zweimal im Monat für ein Wochenende. Sie melden sich in der Regel zehn Tage vor dem Besuchstermin an und bringen gerne auch ihr eigenes Bettzeug und Handtuch mit. Mit einem Kaffee oder Tee am Morgen hat man die Welt schon etwas besser gemacht – wunderbar! Auch die Gastgeber melden sich einfach online an und können natürlich jederzeit ihr ehrenamtliches Engagement beenden.

Gibt es etwas, dass Ihnen Ihre Arbeit erschwert?

Mittelfristig – die finanzielle Absicherung unserer Initiative. Die auridis gGmbH ist seit 2016 unser Hauptförderer. Die gemeinnützige Förderinstitution unterstützt Projekte und Initiativen für sozial benachteiligte Kinder und wird von der Unternehmensgruppe ALDI SÜD finanziert. Leider läuft diese Förderung Mitte 2020 aus. Spätestens dann erfüllt sich hoffentlich unser großer Wunsch, dass die Kommunen, Länder und/oder der Bund einen Weg der Beteiligung finden, unser Angebot finanziell mitzutragen. Schließlich ergänzt unser unbürokratisches Angebot für Nachtrennungsfamilien die lokalen Strukturen sehr gut. Die Mitgliedsbeiträge der Väter und Mütter, die unser Angebot nutzen, werden weiterhin nur zu einem geringen Teil für unsere administrativen Kosten der Suche und Vermittlung von Gastgebern und unsere Marketingkosten zur Erhöhung der Bekanntheit bei betroffenen Eltern verwendet. Wir sind auch zukünftig auf Fördergelder und Spenden angewiesen.

Jobst Münderlein.

Die Erhöhung der Bekanntheit unserer Initiative bei betroffenen Eltern und Gastgebern ist aufgrund unserer begrenzten Mittel auch immer wieder eine Herausforderung. Wenn ein Gastgeber über sein Engagement im Freundeskreis erzählt, wenn Eltern ihre Erfahrungen mit weiteren Betroffenen teilen, wenn Jugendämter und Beratungsstellen uns empfehlen, wenn Medien durch regelmäßige Berichte unsere Initiative in die Öffentlichkeit tragen – all das hilft uns sehr!

Wie können Interessierte Sie noch unterstützen?

In unserem Flyer heißt es »Einmal kurz die Welt retten? Mach ich doch im Schlaf!« Dabei wollen wir bleiben. Denn bürgerschaftliches Engagement fordert ganzen Einsatz – bei uns ist dies unkompliziert, ortsungebunden und auch nur für eine begrenzte Zeit möglich.

Die anreisenden Eltern sind hoch motiviert, ihren Kindern in dieser herausfordernden Zeit den nötigen Halt zu geben, und brauchen den Erfahrungsaustausch mit pädagogischen Fachkräften, damit ein konstruktiver Umgang mit der Veränderung der Familie gelingen kann und kooperative Elternschaft möglich bleibt.

Beratungsstellen haben am Wochenende nicht geöffnet. Am eigenen Wohnort kann der getrennt lebende Vater oder die getrennt lebende Mutter in der Regel keine Beratung in Anspruch nehmen, weil das Kind dort nicht gemeldet ist. Wir könnten uns folgende Unterstützung vorstellen:

  • Pädagogen, die unsere Arbeit ehrenamtlich unterstützen und ihre Kompetenzen und ihr Erfahrungswissen in unsere gemeinnützige Arbeit einbringen. Schon die Bereitschaft, bei freier Zeiteinteilung für zwei Stunden wöchentlich eine telefonische Elternbegleitung zu übernehmen, entlastet unser Team! Willkommen sind selbstverständlich auch Pädagogen, die in Rente sind, aber noch aktiv bleiben wollen. Unsererseits bieten wir ein kostenfreies Einführungsseminar zu dieser besonderen Zielgruppe, Zugang zu unseren didaktischen Materialien und die kontinuierliche Abstimmung mit dem Flechtwerk-Team an.
  • Kreativität braucht die Vielfalt! Wir haben bereits eine Vielzahl an niederschwelligen Praxis-Impulsen und Spielvorschlägen für Eltern und Umgangsbegleiter entwickelt. Wir freuen uns ganz besonders über weitere Inspirationen und Anregungen durch Fachkräfte.
  • Schließlich suchen wir bundesweit Interessenten für den Aufbau eines Pädagogischen Fachbeirates, der sich zweimal jährlich zur Weiterentwicklung unserer Begleitung vor Ort oder in einer Online-Werkstatt zusammenfindet.
  • Unter der Domain www.umgangsraum.de bauen wir zurzeit ein Angebot auf, das getrennt lebenden Eltern Orientierung bieten soll, wenn sie für das Papa-/Mamawochenende einen passenden Raum für das Zusammensein mit ihrem Kind benötigen. Die Eltern sollten dort Adressen von Räumen für den begleiteten Umgang, ein Kinderzimmer auf Zeit und andere schöne Orte für eine gute gemeinsame Zeit mit ihrem Kind sowie Hinweise auf nützliche Beratungsangebote finden können. Wir freuen uns auf Interessenten, die entsprechende Räume zur Verfügung stellen.

Welche Frage würden Sie gerne gestellt bekommen?

Scheidungskind und Trennungskind sind etablierte Begriffe und die Menschen können sich darunter etwas vorstellen. Die Wirkung ist jedoch fatal – wir alle wissen wie Worte verletzen können. Diesen Menschen würde ich antworten, dass wir keiner Mutter und keinem Vater zumuten, sich eine Scheidungsmutter oder ein Scheidungsvater zu nennen. Das Kind wird aber über Jahre in beständiger Erinnerung an die Trennung der Erwachsenen als Scheidungskind definiert. Unser Begriff »Kinder mit zwei Elternhäusern« nutzt bewusst das kraftvolle Bild des Elternhauses. Wertungsfrei und beide Eltern gleich gewichtend kann der Begriff damit einen ersten Perspektivwechsel zu einem konstruktiven Umgang mit der Endlichkeit von Beziehungen eröffnen. sr

Projekt »Mein Papa kommt«

Gründung: 2008

Sitz: Seeheim-Jugenheim

Aktionsraum: Deutschland, Österreich, Schweiz

Kontakt: info@mein-papa-kommt.de

Tel. 0800 21 21 777

Website: www.mein-papa-kommt.de