Wir lernen, was wir wollen!

Das ABC erläutert zentrale Begriffe, die immer wieder im Zusammenhang mit Demokratischen Schulen genannt werden. (Teil 13)

M wie Mitarbeiter

An verschiedenen Schulen gibt es unterschiedliche Bezeichnungen für Leute, die dort mit Kindern arbeiten. In traditionellen Schulen werden sie »Lehrer« genannt, in vielen Alternativschulen »Lernbegleiter«. In den meisten Demokratischen Schulen ist die Bezeichnung »Mitarbeiter« gebräuchlich. Mitarbeiter können ganz unterschiedliche Hintergründe und Ausbildungen haben. Sie müssen insbesondere keine ausgebildeten Lehrer oder Pädagogen sein.

Mitarbeiter sind nicht in erster Linie Lehrer, sie begleiten auch nicht nur das Lernen der Schüler. Sie sind im Grunde für alle Aufgaben da, die zum Funktionieren der Schule notwendig sind. Dazu zählt, sich um das Schulgebäude zu kümmern, um die Finanzen, um Öffentlichkeitsarbeit und Gewinnung neuer Schüler, um Kontakt zu Behörden und zu Eltern. In der Praxis bedeutet dies, dass Mitarbeiter einen Großteil der Verwaltungstätigkeiten übernehmen, d. h. sie arbeiten in Komitees mit und übernehmen Beauftragtenposten, soweit sich dafür keine fähigen und engagierten Schüler zur Verfügung stellen. Nicht jeder Mitarbeiter muss sich in allen Aufgabenbereichen auskennen, aber für jeden Bereich muss es jemanden geben.

Von Mitarbeitern wird erwartet, dass sie Verantwortung in der Gemeinschaft übernehmen. Sie sollen Dinge tun, die zu tun sind. Dazu kann gehören, Sachen zu reparieren, Probleme anzusprechen, Anträge an die Schulversammlung oder Beschwerden über Regelverletzungen zu schreiben. Die Mitarbeiter tragen Verantwortung für das Gelingen der Gemeinschaft und für die Kultur der Schule.

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