Ich habe doch gar keine Macht!

Was ist mit Adultismus, Macht und Gewalt im Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern gemeint? Und können wir unsere eigene (professionelle) Praxis reflektieren, ohne in die Falle von »richtig« und »falsch« zu geraten? Überlegungen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Macht im Kontext von Adultismus.

Anne Sophie Winkelmann

Wenn wir zum ersten Mal davon hören, dass wir als Erwachsene, als Bezugspersonen oder als Eltern Macht gegenüber Kindern haben, kann das viele Fragen in uns aufwerfen. Macht? Ich? Nein! Ich fühle mich meist selbst eher ohnmächtig!

Mit Macht werden außerdem meist eine Reihe unangenehmer Vorstellungen und Gefühle verbunden und die meisten Menschen bringen sich selbst damit am liebsten gar nicht in Verbindung. Entsprechend selten wird darüber gesprochen.

Erst in den vergangenen Jahren finden wir die Auseinandersetzungen rund um Macht und Gewalt im Kontext von Erziehung häufiger. So langsam klingt durch, dass Macht gar nicht direkt das Problem ist, sondern es vielmehr darum geht, wie wir mit dieser Macht umgehen und wie wir ihren Missbrauch vermeiden können.

Mit Macht ist in diesem Sinne die Möglichkeit gemeint, meine Anliegen, meinen Willen und meine Definition von dem, was richtig, falsch, wertvoll und relevant ist, durchzusetzen.

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